Termine, Chorproben und Konzerte
| Freitag, 04.05.2012 | 20:15 Uhr Probe |
| Freitag, 11.05.2012 | 20:15 Uhr Probe |
| Freitag, 18.05.2012 | 20:15 Uhr Probe |
| Freitag, 25.05.2012 | 20:15 Uhr Probe |
| Freitag, 01.06.2012 | 20:15 Uhr Probe |
| Freitag, 08.06.2012 | 20:15 Uhr Probe |
| Freitag, 15.06.2012 | 20:15 Uhr Probe |
Aktuelles:
4150 Euro für Tsunami-Opfer
Bericht aus der WAZ vom 12.04.2012 (Quelle: http://www.derwesten.de/staedte/heiligenhaus/4150-euro-fuer-tsunami-opfer-id6545850.html)
Heiligenhaus. Fast 700 Spender gaben Geld beim Benefizkonzert des MGV Heimatklänge.

Foto : H.W. Rieck / WAZ FotoPool
Das Benefizkonzert des MGV Heimatklänge für die Tsunamiopfer aus Japan, das im März in der Kant-Aula stattfand, brachte eine beachtliche Summe Geld ein: 4150 €. Gerd Schlupkothen, Vorsitzender des MGV Heimatklänge, und Bürgermeister Dr. Jan Heinisch zeigten sich bei der Scheckübergabe am Mittwoch sichtlich beeindruckt über den kulturell und finanziell gelungenen Abend.
Die Summe der fast 700 Spender des Konzertabends wird an den Düsseldorfer Verein Humanet weitergeleitet. Kuniko Soma, Vizevorsitzende Humanet, erklärt, dass das Geld für den Bau neuer Häuser und Schulen in Japan gebraucht wird. Außerdem wird die Organisation Hitakamien mit dem Geld Tsunami-Opfern helfen, die seit der Katastrophe körperlich behindert sind.
Noch 60 Drucke des Künstlers Yoshido zu verkaufen
Das Bild „Lebensbaum“ des in Heiligenhaus lebenden japanischen Künstlers Yoshio Yoshida trägt ebenfalls zum Gedenken an die Katastrophe bei: 100 Drucke werden verkauft und sollen insgesamt 5000 € einbringen; 40 sind bereits verkauft. Mit diesem Geld wird Yoshida ein Denkmal in Japan gestalten.
Die restlichen 60 signierten Drucke sind unter 02056/68246 für je 50 € zu erhalten. Wer will, kann spenden an: Deutsch-japanisches Kulturforum, Konto 61004644, BLZ: 30050110, Sparkasse Düsseldorf.
Mona Fromm
Kunst und Klänge führen zusammen
Bericht aus der Rheinischen Post vom 19.03.2012 (Quelle: http://www.rp-online.de/region-duesseldorf/ratingen/nachrichten/kunst-und-klaenge-fuehren-zusammen-1.2757753)
VON RUTH ORTLINGHAUS
Heiligenhaus (RP). Die Kant-Aula war für einen Abend Zentrum kultureller Begegnung zwischen Deutschen und Japanern. Der MGV Heimatklänge, befreundete japanische Ensembles, die Akkordeonfreunde und Ars cantica gestalteten das Benefizkonzert für die Opfer der Atomkatastrophe von Fukushima.
Schönheit, Aufbruch und Vergänglichkeit symbolisiert die Kirschblüte in der japanischen Kultur. In edlen Ikebanagestecken schuf sie in der Kant-Aula ein romantisches Flair, weckte damit das Prinzip Hoffnung für ein Land, das durch eine entsetzliche Naturkatastrophe unsagbare Verluste erleiden musste. Vor dieser Kulisse, der Fotopräsentation im Foyer und dem gewaltigen Triptychon "Alpha und Omega" des japanischen Künstlers Yoshio Yoshida wurde das Benefizkonzert des MGV Heimatklänge zugunsten der Opfer zum beeindruckenden Treffpunkt deutsch-japanischer Freundschaft mit fast 700 Gästen.
Schirmherr Bürgermeister Dr. Jan Heinisch begrüßte als Ehrengäste den japanischen Generalkonsul mit seiner Familie und den Vorsitzenden der japanischen Gemeinde Düsseldorf. Er überreichte den Herren jeweils einen der Drucke "Lebensbaum" vom Künstler Yoshida. Der Druck, auf Initiative des Stadtmarketings zugunsten der Opfer in limitierter Auflage erstellt, zeigt in leuchtend expressiver Farbigkeit im oberen Drittel mit einem weißen Strich mögliche schnelle Zerstörung allen Lebens.
Der Dank des Bürgermeisters galt den Initiatoren, dem MGV Heimatklänge. Wieder einmal zeigte der Männerchor, dass neben der Verbreitung wertvollen Liedgutes humanitäre und soziale Verantwortung ihr 100-jähriges Vereinsleben geprägt hat und noch prägt. Als 2011 das umjubelte Jubiläumskonzert, unter Beteiligung des japanischen Sakura Frauenchores endete, kündete Vorsitzender Gerd Schlupkothen bereits ein Benefizkonzert für 2012 zugunsten Japans an. "Aus 25-jähriger freundschaftlicher Verbundenheit zu dem Sakura Chor". Nach den Eindrücken in der Präsentation "Chronologie der Katastrophe" und dem Erlebnis des erschütternden Films von Satoshi Ueda, war der erste Teil des Konzertes bewusst verhalten in vorwiegend leisen Tönen angelegt. In prächtigen Kimonos gewandet, verströmten die zarten Frauenstimmen des Sakura Chores unter Leitung von Yoshiko Hara im schönen Wohl- und Gleichklang japanisches Flair. Ebenfalls die faszinierenden zitherartigen Klangteppiche des Koto-Ensembles. Der MGV und "Ars cantica" intonierten ganz im Melos der Romantik bekannte Schubert und Schumann Kompositionen.
Sehr einfühlsam, wechselnd in den einzelnen Stilrichtungen begleitete die Pianistin Kazuko Takaishi, auch im zweiten Teil. Der war erheblich heiterer angelegt. Hier spielten die Akkordeonfreunde in gewohnt schwungvoller Weise, setzten mit Percussion rhythmische Akzente. Vor allem in "Saltarelle" des Franzosen Camille Saint-Saens berauschte die Klangschönheit der einzelnen Stimmen des zehnköpfigen Ensembles "Ars cantica". Authentisch ausgewogen intonierte der MGV Chorsätze aus Lortzings Oper Waffenschmied und Webers Freischütz. Funkelnde Brillanz dann in Mozarts Schlusschor der Zauberflöte, strahlende Melodienbögen des MGV und Frauenchor im Jubel "Heil sei Euch Geweihten".
Leuchtender Schlussakkord
Allgemeines Schmunzeln dann bei Raymonds Gassenhauer "In einer kleinen Konditorei", temperamentvoll gesungen in japanischer Sprache vom Frauenchor. Mit der berühmten Komposition "Fursato" (Heimat) setzten alle Ensembles einen leuchtenden Schlussakkord, stimmlich wechselnd in Deutsch und Japanisch.
Ein beeindruckender Abend, der innerhalb einer Völkerfreundschaft Maßstäbe setzte.
Benefiz-Konzert
Das Jahr nach dem Tsunami auch in Heiligenhaus ein Thema
Bericht aus der WAZ vom 14.02.2012 (Quelle: http://www.derwesten.de/staedte/heiligenhaus/das-jahr-nach-dem-tsunami-auch-in-heiligenhaus-ein-thema-id6351987.html)
Heiligenhaus. Der Männergesangverein „Heimatklänge“ organisiert ein Benefiz-Konzert für die Tsunami-Opfer in Japan. Der Heiligenhauser Yoshio Yoshida verarbeitet die Katastrophe künstlerisch.
Vereine, sagt Gerd Schlupkothen vom MGV Heimatklänge, dienten nicht nur der schöngeistigen Freizeitgestaltung. „Wir tragen auch eine humanitäre und soziale Verantwortung.“ So war man sich im Chor schnell einig, dass die Opfer der Tsunami-Katastrophe in Japan Unterstützung brauchen. „Zumal wir seit mehr als 25 Jahren Kontakte zum Sakura-Chor in Düsseldorf pflegen und die Ereignisse auch für uns sehr nah sind.“
Der Gedanke eines Benefiz-Konzertes war geboren und im Laufe der vergangenen Monate hat sich daraus ein vielfältiges Abendprogramm mit unterschiedlichen Aspekten entwickelt. Das Konzert findet am 17. März um 19 Uhr in der Kant-Aula statt wenige Tage nach dem Jahrestag der Katastrophe. Schirmherr ist Bürgermeister Dr. Jan Heinisch. Der die Mitwirkenden für ihre besondere Idee lobt, ihre Kontakte zu Künstlern und Chören zu nutzen, um die Verbundenheit mit dem japanischen Volk zu zeigen und auf diesem Wege finanzielle Mittel für Hilfsprojekte zu bekommen.
Auch die Akkordeonfreunde und der Chor Ars Cantica sind mit von der Partie
Neben dem MGV Heimatklänge werden die Akkordeonfreunde Heiligenhaus und der Chor Ars Cantica auftreten. Als Gäste werden zudem das Koto-Ensemble, der Sakura-Chor sowie die Pianistin Kazuko Takaishi auf der im japanischen Ambiente gestalteten Bühne stehen.
Im Foyer der Aula soll eine Ausstellung des Fotografen Satoshi Ueda den Besuchern die erschütternden Ereignisse vom 11. März 2011 noch einmal vergegenwärtigen. „Wir möchten die Menschen sensibilisieren. Japan, diese Naturkatastrophe, ist näher als wir glauben“, sagt Heimatklänge-Mitglied Willi Klaßen, der die Fotos für die Präsentation aufbereiten wird.
Auf Einladung des Stadtmarketing-Arbeitskreises Kultur und Gesellschaft wird ein weiterer japanischer Künstler ebenfalls am 17. März dabei sein: Yoshio Yoshida. Seit 35 Jahren lebt er bereits in Heiligenhaus, arbeitet in einem Künstlerhaus in Düsseldorf. Seine heimischen Wurzeln vergisst er indes nie. Die Tsunami-Katastrophe hat ihn selbstredend tief erschüttert.

Yoshio Yoshida setzt sich künstlerisch mit der Tsunami-Katastrophe auseinander. Foto: Detlev Kreimeier
Yoshida signiert jeden Druck persönlich
Künstlerisch verarbeiten möchte er sie in einem großen Monument. Um ihm dessen Realisierung zu ermöglichen, bietet der Stadtmarketing-Arbeitskreis in einer limitierten Auflage von 100 Stück einen Yoshida-Druck zu 50 Euro an. Der Künstler wird jeden Druck persönlich anlässlich des Benefiz-Konzertes signieren. Es handelt sich um einen Ausschnitt aus einem großformatigen Triptychon (2 x 5,50 m), an dessen Entstehung der Heiligenhauser Künstler lange Jahre gearbeitet hat. Das in expressiven Farben gehaltene Werk symbolisiere die neue, unendliche Kraft, die aus einer Zerstörung erwachsen könne, erklärt der Künstler. „Dies ist ein Kontrast zu den Verwüstungen, die geschehen sind.
Das monumentale Triptychon soll ebenfalls in der Kant-Aula aufgestellt werden eine Herausforderung für die Logistik, wie Arbeitskreis-Sprecherin Ruth Ortlinghaus sagt. „Aber das kriegen wir schon hin.“ Übrigens eine Premiere, denn dieses Triptychon wurde noch nie öffentlich gezeigt.
Petra Treiber
"Heimatklänge" glanzvoll
VON RUTH ORTLINGHAUS
Bericht aus der RP vom 24.10.2011 (Quelle: http://www.rp-online.de/region-duesseldorf/ratingen/nachrichten/heimatklaenge-glanzvoll-1.2525012)
Ein gefeiertes Konzert in der Aula des Immanuel Kant-Gymnasiums setzte den Schlusspunkt im Jubiläumsjahr des Männergesangvereins. Mit dabei waren unter anderem Mitglieder des Aalto-Opernchors und der japanische Sakura-Frauenchor.
Glanzvoll endete das Jubiläumsjahr des "MGV Heimatklänge". Mit minutenlangen stehenden Ovationen und Bravorufen feierten über 700 Gäste das Festkonzert zum 100-jährigen Bestehen des Traditionschores in der Kant-Aula. Begeisterung pur für jeden Programmpunkt. Da setzte Beethovens berühmte Ode "Freude schöner Götterfunken" nicht nur einen fulminanten Schlussakkord, sondern lag wie ein beflügeltes Omen über einem dreistündigen Musikgenuss. Verstärkt durch Mitglieder des Aalto Opernchores Essen, mitgestaltet durch den japanischen Sakura Frauenchor, das "studio-orchester-duisburg", den Pianisten Lothar Welzel (Professor der Universität Folkwang), den beiden Stargästen Martin Blasius (Bass), Engjellushe Duka (Sopran) und unter der souveränen Leitung des Chordirektors ADC Michael Smetten erfüllte das Konzert den Anspruch niveauvoll ausgefeilter Klangwelten innerhalb einer Gala.
Prachtvoll im Gesamtbild aller Mitwirkenden und im Geist der "grande Opera" erklang treffend zu Anfang Wagners marschartig komponierter Chorsatz "Einzug der Gäste" aus der Oper "Tannhäuser". Wobei der Bassist Blasius Gast auf weltweit großen Bühnen von Salzburg über die Mailänder Scala bis zur New Yorker Met in der "Ansprache des Landgrafen" mit unglaublich gutturalem und dramatischem Stimmvolumen Glanzpunkte setzte. Das führte sich fort in Schuberts "Ständchen" und weiteren Arien wie aus Mozarts "Zauberflöte". Mit Grandezza und zauberhaft klanglicher Vielfalt betörte die junge Sopranistin. Virtuos und elegant blühte jeder Ton auf, steigerte sich mit großem Atem in herrlich glockenreinen Koloraturen in Arien von Puccini (Mimi) und Strauss (Rosalinde). Bravi und Ovationen! Facettenreich, klangschön und sehnsuchtsvoll ergreifend ausgelotet das Duett der Stars "Reich mir die Hand meine Leben" (Mozart).
In sensiblem überzeugendem Gleichklang immer begleitet vom Pianisten. Das Programm glich einem Festival an schwierigen Chorsätzen und Ouvertüren aus großen Opern von Wagner, Mozart, Puccini, Verdi, Lortzing und Strauß. Mit leichter Hand und elegantem Dirigat führte der künstlerische Leiter Smetten Männerchor, gemischten Chor und Orchester zu Höchstleistungen in Artikulation, Transparenz, Klanggebung und Textausdeutung immer um spannungsreiche werkdeutende Dynamik bemüht. Jeweils rauschender Applaus! Mit glockenhellen Stimmen entfalteten die Japanerinnen den ganzen Zauber fernöstlicher Melodien, verströmten in europäischen Evergreens Charme und Anmut ihres ausgefeilten Klangkörpers. Sie vereinten sich mühelos in den gemischten Chorsätzen mit den Männerstimmen und Solisten. Wobei das Orchester im virtuosen Spannungsfeld tragend und ausgereift musizierte, in prächtig orchestraler Farbensprache Ouvertüren zur "Zauberflöte" (Mozart) und "Fledermaus" (Strauß) intonierte. Der Jubelchor selbst glänzte vor allem in stimmlicher Hochform in den herrlichen Chorsätzen der "Kreuzfahrer" (Verdi), "Schwanengesang" (Lortzing) und "Gelobt, gepriesen der heilige Namen" (Verdi). Was hätte zu der Gala mit den reichlich schillernden Höhepunkten besser gepasst als Beethovens hymnische Ode an die Freude? Ein voluminöser Schlussakkord gefolgt von drei Zugaben.
100. Geburtstag Bravo-Rufe für den Jubel-Chor
Heiligenhaus, 23.10.2011, Nicole Krzemien
Bericht aus der WAZ vom 24.10.2011 (Quelle: http://www.derwesten.de/staedte/heiligenhaus/Bravo-Rufe-fuer-den-Jubel-Chor-id5190665.html)
Der MGV Heimatklänge 1911 feiert seinen 100. Geburtstag mit einem Gala-Konzert in der Kant-Aula.

Ein Kompliment muss den Herren des MGV „Heimatklänge 1911“ vorweg gemacht werden: Die Kant-Aula war fast ausverkauft. Zum Gala-Konzert anlässlich ihres 100-jährigen Jubiläums lockten die Chorsänger sogar Fans, denen die Ouvertüre der Zauberflöte nicht so präsent war. Sie applaudierten mittendrin. Berechtigt, keine Frage, aber halt zum falschen Zeitpunkt.
Doch von vorn: Was für ein Bild zeigte sich den Zuschauern, als die ersten Klänge aus Wagners „Tannhäuser“ ertönten. Ungefähr für jedes Lebensjahr stand ein Musiker auf der Bühne. Es nimmt deshalb nicht Wunder, dass die Aula in den letzten Winkel mit fantastischer Musik gefüllt wurde auch, wenn Anfangsschwierigkeiten die Nervosität erhöhten. Dank des beherzten Eingreifens von Chordirektor Michael Smetten, der zwei Mal den Einsatz des „studio-orchesters duisburg“ abbrach, brillierten die Herren mit der „Ansprache des Landgrafen“. Sympathisch und kraftvoll unterstützen sie die Damen des Düsseldorfer Sakura-Chores sowie Mitglieder aus dem Extra-Chor der Aalto-Oper.
Und so sollte es weitergehen. Das fast 200-minütige Programm steigerte sich unaufhörlich, auch mit den eingeladenen Solisten. Der Düsseldorfer Bass Martin Blasius und Sopranistin Engjellushe Duka zeigten sich nicht nur stimmlich von ihrer besten Seite. Insbesondere in der zweiten Hälfte bezauberten sie mit ihrem Charme, sangen sich in Herzen der Zuhörer.
Wenn man viele Solistinnen gemeinsam singen lässt, könnte das der Sakura-Chor sein. Unter Leitung von Yoshiko Hara (Lehrerin an der Heiligenhauser Musikschule) zeigten die Damen, wie rein und klar japanische Volkslieder klingen. Hara dirigiert, als werfe sie die Noten zu den Frauen. Ein Genuss.
Funkelnde Brillanz
Das Konzert muss auch für die Herren die reine Wonne gewesen sein, denn das Publikum geizte nicht mit Bravo-Rufen. Traditionell gestalten die Leiter die zweite Programmhälfte mit schwungvollen Melodien aus Oper und Operette. Das kommt einfach an, reißt Jung und Alt mit. Deshalb gebührt dem Gesamtleiter Michael Smetten, der, wie immer dezent, den Taktstock hielt, ein riesiges Lob. Aber auch dem zurückhaltenden Lothar Welzel muss hohe Anerkennung für seine Klavierbegleitung ausgesprochen werden. Durch ihn konnten die Solisten ihre Perfektion darbieten.
Liebe Herren der MGV-Heimatklänge 1911! Ihr Jubiläumskonzert hatte, gepaart mit dem Zauber der Aufregung, Würde und musikalisch virtuose und klar funkelnde Brillanz bis in die letzte Reihe. Standing Ovations und extra noch Chapeau!
Festschrift: 270 Seiten aus dem Vereinsleben
Bericht aus der RP vom 21.09.2011 (Quelle: http://www.rp-online.de/region-duesseldorf/ratingen/nachrichten/festschrift-270-seiten-aus-dem-vereinsleben-1.2050543)
Ein weiters Highlight des Jubiläumsjahres: Gerade erschienen ist die 270 Seiten starke Jubiläumsschrift des MGV Heimatklänge. Das edel gestaltete Cover mit den Fotos eines Teiles der Hauptstraße, den Gründungsmitgliedern und dem heutigen Chor weist schon auf das zu erwartende Niveau des Buches hin.
Dem Verfasser, Dr. Roland Gzuk, gelang eine Vereinsgeschichte, die in akribischer Aufarbeitung und klarer sprachlicher Diktion die Entwicklung des Chores vor dem zeitgeschichtlichen Hintergrund des von zwei Weltkriegen geprägten 20. Jahrhunderts, dem Aufbau nach dem Kriege und somit auch der Blütezeit des MGV bis in die Gegenwart dokumentiert. Chronologisch aufgebaut gilt dem Gründungsjahr 1911 im historischen Kontext besondere Aufmerksamkeit, ebenfalls den entscheidenden Weichenstellungen und den Sternstunden der Vereinsgeschichten. Ausführlich dann die Chronik der heimischen und auswärtigen Chorauftritte. Die Vorsitzenden, Dirigenten und Protektoren erfahren eine besondere Würdigung.
Immer wieder lockern Aphorismen über Musik, vor allem über das Lied und den Gesang die Texte auf. Ulrich Overhamm gelang in Satz und Gestaltung beraten von Ursula Gries ein bunt bebildertes, auffallend schön gestaltetes Jubiläumsbuch, passend im Kontext zum gehaltvollen Text.
Ein Chor zeigt Format
Bericht aus der RP vom 21.09.2011 (Quelle: http://www.rp-online.de/region-duesseldorf/ratingen/nachrichten/ein-chor-zeigt-format-1.2050542)
VON RUTH ORTLINGHAUS
Heiligenhaus (RP). Ein Traditionsensemble präsentiert sich gekonnt: Die Jubiläums-Ausstellung in der Sparkasse ist allein vom Design ein ausgefallen kunstvoller Hingucker. Herausgehoben sind die Gründung im Jahr 1911, Galakonzerte vor heimischer Kulisse und Konzertreisen.
100 Jahre MGV "Heimatklänge e.V." heißt ein Jahrhundert Bereicherung des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens der Stadt. Und das im Sinne des vereinseigenen Slogans, einem Aphorismus des Komponisten Richard Wagner: "Das älteste, echteste und schönste Organ der Musik, das Organ, dem unsere Musik allein ihr Dasein verdankt, ist die menschliche Stimme".
Stets waren die Sänger bemüht in der Auswahl des Liedgutes ob sakral, volkstümlich oder klassisch und in den Intonationen ein hohes Niveau zu erreichen. Das brachte ihnen weit über Heiligenhaus hinaus hohe Anerkennung und aus den Händen des Bundespräsidenten die Zelter Plakette.
Dementsprechend hoch waren die Erwartungen zu den Festakten zum 100jährigen Jubiläum des MGV. Das erste Konzert im Frühjahr in der Suitbertuskirche mit sakralen Chorsätzen abendländischer Komponisten vom Barock über die Romantik bis in die klassische und avantgardistische Moderne war vor 400 Gästen bereits ein würdiger Auftakt.
Und die am Montag in der Sparkasse eröffnete Jubiläums-Ausstellung ist allein vom Design ein ausgefallen kunstvoller Hingucker. Filialdirektor Ulrich Hammacher erinnerte an das diesjährige Neujahrskonzert wo der MGV mit Chorsätzen von Wagner hervorstach.
Bürgermeister Heinz-Peter Schreven überbrachte Grüße von Rat und Verwaltung und hob den gleich bleibenden hohen Anspruch in der Vermittlung des Liedgutes hervor. Natürlich umrahmten die Sänger festlich angemessen in schwarzen Anzügen gekleidet - in gewohnt klarer Artikulation und authentischer Intonation die Feierstunde. Im Mittelpunkt aber stand die Ausstellung, die chronologisch und themenspezifisch einen Überblick über die Geschichte des Vereins, vor allem aber herausragende Höhepunkte zeigt.
Ein großes Lob gilt dem "Ausstellungsmacher" Willi Klaßen. Selten war in der Kundenhalle der Sparkasse so eine kunstvoll gestaltete Vereinspräsentation zu sehen. Das langjährige Vorstandsmitglied hatte nicht nur aus den einzelnen Privatarchiven die schönsten und ausdrucksstarken Fotos, informative Plakate, Programme, Urkunden und Presseechos ausgesucht, sondern sie jeweils farblich den Dokumentationen der Themen geschmackvoll angepasst.
So wurden die einzelnen Stellwände in passendem Design zum jeweiligen Thema zu kleinen kunstvoll bebilderten Geschichten, erzählen von den großen Stars, die die Konzerte bereicherten, von Kenneth Spencer, Günter Wevel, den German Tenors und vielen anderen.
Herausgehoben sind die Gründung von 1911, Galakonzerte vor heimischer Kulisse bis zu Auftritten in der Dresdner Semper-Oper, Bayreuth, Straßburger Münster, Holland, Schweiz und im Prager St. Veitsdom, der Verleihung der Zelter-Plakette und dem Gedenken an die verstorbenen Protektoren, Sänger und Dirigenten. Passend zum Anspruch des Chores eine künstlerisch hochwertige und informative Ausstellung.
Es begann mit acht jungen Männern
Heiligenhaus, 20.09.2011, Petra Treiber
Bericht aus der WAZ vom 24.05.2011 (Quelle: http://www.derwesten.de/staedte/heiligenhaus/Es-begann-mit-acht-jungen-Maennern-id5083846.html)
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Auf liebevoll gestalteten Schautafeln wird der Besucher durch die Vereinsgeschichte des MGV Heimatklänge 1911 geführt
„Hammerschlag, Ambossklang, unser Lied und Gesang“, ertönte am Montagabend im Kundenfoyer der Sparkasse kraftvoll der Gesang der „Gesellen“ aus Lortzings „Waffenschmied“. Der MGV Heimatklänge 1911 ließ es sich nicht nehmen, zur Eröffnung seiner Jubiläumsausstellung eine Kostprobe seines Könnens zu geben.
100 Jahre besteht der Chor in diesem Jahr und hat in diesen Jahrzehnten nicht unwesentlich das gesellschaftliche Leben in der niederbergischen Stadt Heiligenhaus geprägt. Auf den Schautafeln im Sparkassenfoyer werden sie lebendig 100 Jahre Vereinsgeschichte.
Angefangen hatte es mit acht jungen Herren. Die Idee, einen Männerchor zu gründen, kam ihnen nach den Proben zu geistlichen Chorwerken sie sangen im Vereinslokal des Gesellenvereins deutsche Volkslieder. Christian Schmitz, Pfarr-Chormitglied und eigentlich kein Freund von solchem Liedgut, unterbrach die Runde und bot sich den verblüfften Sängern als Leiter und Dirigent an. Das neue Doppelquartett war geboren. Und schnell fanden sich weitere Freiwillige. Geprobt wurde stets freitags dabei ist es bis heute geblieben.
Monatelange Recherche
Willi Klaßen hat die Fotos aus der Anfangszeit zusammengetragen, in alten Programmen gestöbert, Urkunden reproduziert und Reiseberichte ausgewertet. „Immer so vier Stunden am Abend“, erinnert sich der Heimatklänge-Sänger an die monatelange Recherche. Anschließend galt es, dem Ganzen eine passende Form zu geben, um den Betrachter mit leichter Hand durch die umfangreiche Vereinsgeschichte zu führen. „Einige Fotos waren einfach zu klein, andere vergilbt. Mit Kartons habe ich Kontraste herausgearbeitet“, erzählt Klaßen, der aufgrund einer Erkrankung nicht mehr aktiv auf der Bühne stehen kann. Doch seinem Verein ist er nach wie vor treu. Und die Mühe, mit der er liebevoll die Exponate arrangiert hat, wurde am Eröffnungsabend nicht nur von seinen Mitstreitern lobend erwähnt.
Dass der Chor mit inzwischen 35 Sängern immer noch gut aufgestellt ist, hat er beim Neujahrskonzert bewiesen. Mit Spannung blicken die Akteure nun auf das Jubiläumskonzert am 22. Oktober, zu dem renommierte Gaststars eingeladen sind und bei dem bekannte Opernliteratur sowie Werke von Schubert und Beethoven intoniert werden.
Die Heimatklänge haben in der Vergangenheit gezeigt, dass sie die gesamte Bandbreite vom Kunst- und Volkslied über Folkloristik sowie Oper, Operette und Musical bis hin zum sakralen Gesang beherrschen. Unter den Gästen ihrer Konzerte waren zum Beispiel Kenneth Spencer, Günter Wewel sowie die „German Tenors“. Auftritte etwa in der Dresdner Semperoper, in Bayreuth und im Straßburger Münster sind unvergessen, wie die Schautafeln in der Sparkasse zeigen. „Und die Geselligkeit kommt auch nie zu kurz“, sagt Willi Klaßen schmunzelnd.
Ausstellung
In der Kundenhalle der Sparkasse
Ulrich Hamacher, Heiligenhauser Filialdirektor der Kreissparkasse Düsseldorf, stellte bei der Ausstellungseröffnung fest: „Es ist begeisternd, was die Sänger aus ihren Archiven ans Tageslicht gefördert haben, und wie akribisch liebevoll die Ausstellung auf den Betrachter wirkt.“ Die vielseitige Ausstellung „100 Jahre MGV Heimatklänge 1911“ ist noch bis zum 7. Oktober während der Geschäftszeiten der Filialdirektion Heiligenhaus im Foyer zu besichtigen.
Zelter-Plakette für MGV Heimatklänge
Heiligenhaus, 23.05.2011,
Bericht aus der WAZ vom 24.05.2011 (Quelle: http://www.derwesten.de/staedte/heiligenhaus/Zelter-Plakette-fuer-MGV-Heimatklaenge-id4683082.html)

Der erste Vorsitzende des Männergesangverein "Heimatklänge", Gerd Schlupkothen (von links),
Chordirektor Michael Smetten und der zweite Vorsitzende, Dr. Roland Gzuk, präsentieren die
Zelter-Plakette mit entsprechender Urkunde, die von Bundespräsident Wulf unterzeichnet wurde.
Foto: Fritz Baum/WAZ FotoPool
Heiligenhaus. Anlässlich seines 100-jährigen Bestehens erhielt der MGV „Heimatklänge 1911“ vor kurzem im Rahmen eines großen Festaktes im Theater der Städtischen Bühnen in Münster/Westfalen die renommierte und traditionsreiche musikalische Auszeichnung der Zelter-Plakette.
Der nordrhein-westfälische Staatssekretär im Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport, Professor Klaus Schäfer, überreichte sie den Sängern und zeichnete auch noch 18 andere Chöre aus NRW mit Plakette und Verleihungsurkunde aus. Die Verleihung der Zelter-Plakette wird jedes Jahr mit Rücksicht auf den föderativen Charakter der Bundesrepublik und die bei den einzelnen Bundesländern begründete Kulturhoheit durch die Kultusminister der einzelnen Länder im Auftrag des Bundespräsidenten vollzogen.
Sie ist als Auszeichnung für mindestens einhundert Jahre bestehende Chorvereinigungen bestimmt, die sich in langjährigem Wirken besondere Verdienste erworben haben um die Pflege der Chormusik und des deutschen Volksliedes und damit um die Förderung des kulturellen Lebens. Die Zelter-Plakette wurde 1956 vom damaligen Bundespräsidenten Theodor Heuss als staatliche Auszeichnung gestiftet.
Sie zeigt auf der Vorderseite das Bildnis Carl Friedrich Zelters (1758-1832) und auf der Rückseite den Bundesadler mit der Umschrift „Für Verdienste um Chorgesang und Volkslied“.
Zelter, Komponist und Musikpädagoge, den mit Goethe seit 1799 eine durch regen Briefwechsel und viele persönliche Begegnungen bezeugte Freundschaft verband, gründete 1809 die Berliner Liedertafel ein epochemachendes Ereignis als Beginn des Männergesangs, der sich später in alle Welt verbreitete. Zuvor führte Zelter ab 1800 die 1791 gegründete Berliner Singakademie zu weiterer Entfaltung, die das Aufblühen des Chorgesangs und eine neue Ära der Musikpflege sowie des Konzertwesens einleitete.
Plakette Gasthaus für Chöre an MGV-Vereinslokal "Ratskeller"
Heiligenhaus, 10.05.2011, Nicole Krzemien
Bericht aus der WAZ vom 10.05.2011 (Quelle: http://www.derwesten.de/staedte/heiligenhaus/Tradition-seit-100-Jahren-id4631518.html)
Die Gaststätte Ratskeller erhielt aus der Hand des Vorsitzenden des Kreisverbandes der Chöre, Ekkehard Mundorf, die Plakette „Gasthaus für Chöre“.

Foto: Sonja Glaser-Stryak
Heiligenhaus. „Wenn sie hinten singen, bringen sie auch vorne Stimmung“, sagte Zeljko Ivezic. Der „Chef“ wie er liebevoll genannt wird ist Pächter des Ratskellers. Nun wurde er ausgezeichnet und zwar mit der Emailleplakette „Gasthaus für Chöre“. Eckhard Mundorf, Vorsitzender des Sängerkreises Niederberg, überreichte dieser Tage das edle Schild, das nun die Hauswand des Ratskellers schmücken soll.
Hintergrund ist die einhundertjährige Tradition der MGV Heimatklänge, in der Gaststätte an der Hauptstraße zu proben, jeden Freitag um 20.15 Uhr. „In Gasthäusern fühlt man sich wohl“, urteilte Mundorf. „Nach dem Singen kann man immer noch ein Gläschen trinken und miteinander sprechen.“ In den Hallen hingegen strebe man nach den Proben direkt auseinander. „Das gesellschaftliche Leben findet einfach in Gasthäusern statt.“
Für den Koch Ivezic und seine Familie ist es „eine Ehre sowie schöne Werbung“. Und er versprach: „Wir bemühen uns weiter, alle Gäste gut zu bewirten.“ Auch der stellvertretende Bürgermeister Karl-Heinz Schreven wusste bei dieser Gelegenheit zu berichten, dass die Gäste gerne den Chören bei den Proben lauschen, um das Liedgut anschließend mit nach Hause zu nehmen.
Bei den Proben wird gerne gelauscht
Und das konnten sie auch an diesem Tag. Der erste Vorsitzende der MGV Heimatklänge, Gerd Schlupkothen, forderte die 30 Mitglieder zum üblichen, besser traditionellen „Im Abendrot“ auf. Chordirektor Michael Smetten hob die Arme und die Herren legten los: „Oh wie schön ist deine Welt, Vater, wenn sie golden strahlet. . .“
Wirtshaus für Sangesfreunde
VON SANDRA KREILMANN - zuletzt aktualisiert: 09.05.2011
Bericht aus der RP vom 09.05.2011 (Quelle: http://www.rp-online.de/duesseldorf/ratingen/nachrichten/heiligenhaus/Wirtshaus-fuer-Sangesfreunde_aid_995752.html)
Chöre wie der MGV Heimatklänge brauchen nicht nur Noten und einen engagierten Dirigenten, sondern auch eine Heimstatt für Proben und Geselligkeit. Der Ratskeller wurde jetzt als "Gasthaus für Chöre" ausgezeichnet.
Der Männergesangverein Heimatklänge Heiligenhaus 1911 feiert in diesem Jahr sein hundertjähriges Bestehen. Schon von Beginn an hat der Chor seine Heimat im Ratskeller. Dafür wurde das Vereinslokal an der Hauptstraße nun offiziell als "Gasthaus für Chöre" vom Chorverband NRW ausgezeichnet.
Die Auszeichnung erhalten Gasthäuser, die die Chortraditionen Singen und Geselligkeit hochhalten und den Chören eine Heimstätte geben. Eckhard Mundorf, erster Vorsitzender des Sängerkreis Niederberg, überreichte im Namen des Chorverbandes NRW seine Glückwünsche sowie eine Urkunde und eine Plakette an die Wirtsfamilie Ivezic, die dies alles auch stellvertretend für die Vorbesitzer des Lokales entgegennahm.
"Es gibt immer weniger Gasthäuser mit solchen großen Sälen, die sie dann auch Chören zur Verfügung stellen, damit diese ihr Chorleben pflegen können. Viele proben dann in ungemütlichen Schulräumen oder Aulen, da fehlt dann oft das anschließende gesellige Beisammen sein und die Gefahr besteht, dass das Interesse am gemeinsamen Chorleben sinkt", so Mundorf.
Zum Dank gaben die Sänger dann noch sangesstark das Stück "Im Abendrot" zum besten. Gerd Schlupkothen, Vorsitzender des 36 Mitglieder starken MGV Heimatklänge, bedankte sich zu diesem Anlass auch gleich noch mal für die reibungslose Zusammenarbeit und hofft, dass man noch lange die Gastfreundschaft des Ratskellers genießen kann. Für Wirt Zeljko Ivezic ist die Auszeichnung eine große Ehre. "Das ist natürlich ein Ansporn. Wir werden uns weiter bemühen, dem Chor ein schönes Zuhause zu geben."
Lob der Akustik
Die "tolle Akustik" lobte auch Vize-Bürgermeister Heinz-Peter Schreven, der ebenfalls Glückwünsche im Namen der Stadt überbrachte. Er bestätigte, dass sich auch die Gäste im Nebenraum, neben Essen und Trinken, an der Musik erfreuten, und dass, "so mancher den ein oder anderen Klang noch mit nach Hause nimmt."
100 Jahre "Heimatklänge"
VON RUTH ORTLINGHAUS - zuletzt aktualisiert: 16.03.2011
Bericht aus der RP vom 16.03.2011 (Quelle: http://www.rp-online.de/duesseldorf/ratingen/nachrichten/heiligenhaus/100-Jahre-Heimatklaenge_aid_975878.html)
Heiligenhaus (RP) Der Gesangverein begann das Programm in seinem Jubiläumsjahr mit einem festlichen Konzert in der Pfarrkirche St. Suitbertus. Der Abend war auch eine Hommage an die Gründerväter des MGV. Hymnische Sphärenklänge hallten durch die St. Suitbertuskirche. Fast 400 Gäste lauschten gebannt den sakralen Chorsätzen abendländischer Komponisten vom Barock über die Romantik bis in die klassische und avantgardistische Moderne. Das war ein würdiger Auftakt zum 100-jährigen Jubiläum des "MGV Heimatklänge 1911".

Am Jubiläumskonzert wirkten neben den Sängern des MGV Heimatklänge auch der Pfarr-Cäcilienchor,
das Doppelquartett "Ars Cantica" und die Solisten unter ihrem künstlerischen Leiter Michael Smetten mit.
RP-Foto: Achim Blazy
Einem Chor mit hohen Ansprüchen, der auch alle Facetten weltlicher Musik beherrscht. Der Anfang der Feierlichkeiten aber sollte sakral sein. "Zur Hommage an unsere Gründerväter, Mitglieder des katholischen Junggesellenvereins und auch zur Ehre Gottes in hoffentlich nachhallenden Stunden des gesungenen Gebetes", hob Vorsitzender Gerd Schlupkothen hervor.
So waren alle, auch der mitwirkende Pfarr-Cäcilienchor, das Doppelquartett "Ars Cantica" und die Solisten unter ihrem künstlerischen Leiter Michael Smetten in ihren Intonationen um authentische Textausdeutung in homogenem Wohlklang bemüht. Reiz und Spannung lagen im wechselnden Vortrag der Chöre.
Imposant und festlich der Einstieg. Im breiten Akkordspiel mit technisch virtuosen Figurationen wirkungsvoller Gegensätze und freudvoll jubilierend in interessanter Registrierung stimmte Organist Lothar Welzel in einer freien Orgelimprovisation ganz im Melos Edward Elgars - auf dessen Chorsätze "Klänge der Freude" ein. Dann von mehr als 100 Sängern zum ersten schillernden freudvollen Höhepunkt intoniert.
Vorwiegend Klassiker
Der Jubiläumschor selbst sang vom Geist beseelt in gewohnt dynamischer Transparenz und klangschöner Geschlossenheit vorwiegend Klassiker wie Händels "Dank sei Dir Herr" herrlich tenorale Leuchttupfer setzte klar und rein Solist Michael Schlupkothen. Rheinbergers "Abendlied", Bruckners berühmtes "Ave Maria " und Francks "Panis Angelicus trug Solist Willi Springenberg schön timbriert vor.
Kantor Christoph Zirener führte seinen Pfarr-Cäcilienchor mit Chorsätzen von Cäsar Franck, Edward Elgar und Franz Schubert zu ausdrucksstarkem homogenem Singen. Freudig überraschend der Wohlklang der Frauenstimmen in Kompositionen von Mendelssohn und Rheinberger. Glänzend stets der Organist, ob im Zwischenspiel oder der Begleitung.
Mit sorgsam geschulten Modulationen in ihrem facettenreichen Stimmpotential gefiel und überzeugte das Doppelquartett "Ars Cantica" ebenso in klassischen Chorsätzen wie in den avantgardistisch angehauchten von Peter Eben (hervorragend an der Orgel: Ursula Smetten) und dem 150. Psalm von Ernani Aguiar (*1950).
Fulminantes Finale aller Choristen dann mit Ihlaus bekanntem "Jerusalem", mit großem Atem sehr schön klar getragen von Stefan Funkenbergs Bariton in der umfangreichen Solopartie. Ein Konzert von Laien, das viel Lob und Anerkennung verdiente.
| Info
Festschrift Zum Jubiläum erscheint eine Festschrift. Am 15. Mai wird dem MGV als besondere Ehrung die Zelter- Plakette verliehen. Ab 19. September findet in der Kassenhalle der Sparkasse eine Ausstellung statt, dann folgt am 22. Oktober in der Kant-Aula das große Gala-Konzert. |
Konzert : Sakrale Jubiläumsklänge
Heiligenhaus, 14.03.2011, Fabian May
Bericht aus der WAZ vom 15.03.2011 (Quelle: http://www.derwesten.de/staedte/heiligenhaus/Sakrale-Jubilaeumsklaenge-id4420081.html)I

In der Suitbertuskirche feierte der MGV "Heimatklänge 1911" mit einem Kirchenkonzert sein 100-jähriges Bestehen.
Foto: Uwe Möller
Heiligenhaus. Die Kirche St. Suitbertus, kurz "der Dom" genannt, war besetzt bis in die Seitengänge zum Konzert des Männergesangsvereins "Heimatklänge 1911". Der feierte am Sonntagabend sein 100-jähriges Bestehen.
Unterstützt wurden die Sänger vom Pfarr-Cäcilienchor St. Suitbertus und von dem (zehn Männer umfassenden) Doppelquartett "Ars Cantica", dem Musikerehepaar Smetten (Chorleitung und Orgel) und Organist Lothar Welzel. Dessen Orgelimprovisation steckte das Thema des Abends ab mit einem breiten Panorama an Kirchentonarten. Die Toccata kam angegrollt, das Cantabile hatte fast etwas Cooles, der Saltarello kam dahergesprungen, als wolle die Orgel durch die Kirche reiten.
Derart sakral eingestimmt, gab es die vereinte Stimmgewalt von MGV und Kirchenchor aufs Ohr: "Klänge der Freude" von Edward Elgar.
Vereinte Stimmgewalt
Abgedeckt wurde im Folgenden die einschlägige Literatur der lateinischen Messe, von Händel und Mozart über Franz Schubert bis Mendelssohn-Bartholdy. Auch unbekanntere Komponisten kamen vor wie der Franzose César Franck: "Panis Angelicus" aus der "Missa Solonnelle".
Solosänger Willi Springenberg unterstrich mit seiner vollen Männerstimme die Feierlichkeit. Hervor stachen auch die zehn Männer von "Ars Cantica" stimmlich und durch ihre Liedauswahl. Zweimal brachten sie jüngere Komponisten (20. Jahrhundert) zu Gehör: "Missa Adventus et Quadragesimae" von Petr Eben baute spannungsvolle Harmonien und Dissonanzen auf, nicht bloß gefällig, sondern ausdrucksstark, da spürte das Ohr, was "excelsum" ("Höhe") eigentlich bedeutet. Ernani Aguiars (* 1950) Psalm 150 trugen sie als energischen Sprechgesang vor, ein gehetztes und eindringliches Stimmendurcheinander mit treibendem Rhythmus, das einen atemlos zurückließ.
Lob verdient auch Stefan Funkenberg für seine voluminös gesungene Erzählung des Traums von "Jerusalem", mit der das Konzert pompös schloss.
Geistliche Lieder
Pfarrer Alfons Demand betonte in einer Rede "die gesellschaftliche Notwendigkeit des gesungenen Liedes" und dankte dem Traditionschor "ein fester Bestandteil einer lebendigen Kleinstadt" für seine Ambition, "das kulturelle Erbe seiner Gründer lebendig zu erhalten." Heimatklänge aus dem Niederbergischen suchte man in der Liedauswahl vergeblich. Ein "Kirchenkonzert" hatte das Programmheft angekündigt und so erklangen auch ausschließlich geistliche Lieder.
| Fortsetzung folgt |
| Gala-Konzert Das große Kirchenkonzert in St. Suitbertus galt in besonderer Weise dem Andenken an alle verstorbenen Sänger, Freunde und Förderer des MGV „Heimatklänge 1911“. Anlässlich des 100-jährigen Bestehens soll am 22. Oktober noch ein Gala-Konzert des Heiligenhauser Männerchors in der Kant-Aula folgen. |
Konzert : Zum Andenken
Aus einem Bericht aus der WAZ vom 08.03.2011 (Quelle: http://www.derwesten.de/staedte/heiligenhaus/Zum-Andenken-id4394348.html)
Heiligenhaus, 08.03.2011, Petra Treiber

Der MGV Heimatklänge beim Neujahrskonzert der Kreissparkasse Düsseldorf in der Kant-Aula. Am 13. März veranstaltet der Chor in St. Suitbertus ein Kirchenkonzert.
Foto: Fritz Baum
Heiligenhaus. Für den Männergesangverein Heimatklänge ist das Jahr 2011 ein besonderes: Der Chor besteht nämlich 100 Jahre. „1911 gründete sich das Doppelquartett Heimatklänge in dem damals gerade mal 7000-Seelen-Dorf Heiligenhaus. Im selben Jahr fand auch der erste internationale Frauentag statt“, stellte Roland Gzuk, 2. Vorsitzender und Chronist des Vereins, bei seinen Recherchen für die Festschrift verblüfft fest.
Anlässlich des Jubiläums hat der Verein nicht nur die Herausgabe eines historischen Abrisses seiner Geschichte geplant, sondern noch andere herausragende Aktivitäten. Eine davon ist ein Kirchenkonzert, das dem Andenken an alle verstorbenen Sänger, Freunde und Förderer des Chores gewidmet ist. Es findet am Sonntag, 13. März, um 17 Uhr in St. Suitbertus statt.
Unterstützung aus Ratingen
Nicht allein werden die gut 35 Sänger des Vereins, die von Mitgliedern der Ratinger Kammerchores unterstützt werden, im Altarraum musizieren. Lothar Welzel ist an der Orgel dabei, der Pfarr-Cäcilien-Chor St. Suitbertus sowie das Doppelquartett „Ars Cantica“ mit Organistin Ursula Smetten bereichern ebenfalls das Programm.
„Der Erfolg beim Neujahrskonzert der Kreissparkasse beflügelt uns“, gibt der erste Vorsitzende Gerd Schlupkothen schon ein wenig stolz zu. Und mit „Ars Cantica“ habe man schon sehr gut zusammen musiziert, so dass das Publikum ein abwechslungsreiches Programm erleben werde, ist sich Schlupkothen sicher.
Große Bandbreite
Das Repertoire des Chores umfasst die große Bandbreite bekannter Männerchorliteratur: vom Kunst- und Volkslied über Oper, Operette, Musical bis hin zum sakralen Chorgesang. Im Kirchenkonzert offerieren die Heimatklänge Stücke von Georg Friedrich Händel, Josef Gabriel Rheinberger sowie Anton Bruckner („Ave Maria“), César Franck, Wolfgang Amadeus Mozart und Stephen Adams. Während das zehnköpfige Ensemble „Ars Cantica“ unter anderem Werke von Felix Mendelssohn-Bartholdy zu Gehör bringt. Der Pfarr-Cäcilien-Chor wird ebenfalls ein Stück von Mendelssohn-Bartholdy vortragen, hat aber auch César Franck und Edward Elgar im Programm. Das Konzert endet mit dem gemeinsamen Lied „Großer Gott wir loben dich“, in das das Publikum mit einstimmen soll. Die Gesamtleitung hat Chordirektor Michael Smetten.
Die Proben für das Kirchenkonzert laufen derzeit parallel zur Arbeit am Gala-Konzert. Dieses ist für den 22. Oktober in der Kant-Aula geplant. Musik aus dem Opernbereich sowie Schubert-Stücke wird der Heiligenhauser Chor vortragen. Zu Gast sind mehrere Solisten, begleitet wird das Ganze von einem Orchester. „Mehr wollen wir noch nicht verraten“, sagt Gerd Schlupkothen, der seit vier Jahrzehnten im Vorstand aktiv ist.
Ausstellung in Planung
Freuen können sich die Heimatklänge-Fans übrigens auch auf eine Ausstellung in der Kreissparkasse: Sie zeigt im September Fotos aus dem Leben der Sänger vor und hinter der Bühne.
100 Jahre Heimatklänge
VON RUTH ORTLINGHAUS - zuletzt aktualisiert: 13.01.2011 (Quelle: http://www.rp-online.de/duesseldorf/ratingen/nachrichten/ratingen/100-Jahre-Heimatklaenge_aid_951955.html)
Heiligenhaus (RP) Was wäre Heiligenhaus ohne seine Chöre, Musikgruppen und Bands? Der Männergesangverein Heimatklänge bereichert schon seit einem Jahrhundert das gesellschaftliche und kulturelle Leben der Stadt. 35 Sänger halten derzeit der Tradition die Treue.
Tendenz zu des Kaisers Bartmode: Im Jahr 1911 formierte sich unter der Leitung von Christian Schmitz das Doppelquartett "Heimatklänge". Heiligenhaus zählte damals 7000 Einwohner.
fotos (2): mgv
"Panta rhei, alles fließt ob im Stirb oder Werde" zitiert Vorsitzender Gerd Schlupkothen den griechischen Philosophen Heraklit und bezieht das auf seinen "MGV Heimatklänge 1911". Einem Chor, der in diesem Jahr mit berechtigtem Stolz sein 100-jähriges Bestehen feiert. Der im Wachsen und Werden ein langes Jahrhundert das gesellschaftliche und kulturelle Leben der Stadt bereichert. Und das in großer Beständigkeit auf hohem Niveau. Viel Anerkennung, Lob und Auszeichnungen auch weit über die Heimatstadt hinaus erhielt er. Erfolgreich auf großen Bühnen der Bundesrepublik, in berühmten Sakralräumen des In- und Auslands. Dass die Mitglieder dieses MGV sich dem "Gesang als höchstem Kulturgut, das wir besitzen" verpflichtet fühlten (und bis heute fühlen) ist in den umfangreichen Annalen zu entdecken.
Jubiläumskonzerte
Für die von der christlichen Tradition geprägten Sänger, die sakrale Chorwerke von Mozart, Haydn, Bruckner, Eberlin, Vierne, Schubert und auch von modernen Komponisten in unendlich vielen Kirchen sangen, ist es ein Bedürfnis, mit einem Kirchenkonzert im März in St. Suitbertus das Jubiläumsjahr zu beginnen. Das Festkonzert folgt am 22. Oktober in der Aula des Immanuel-Kant-Gymnasiums.
7000 Einwohner zählte die dörfliche Idylle Heiligenhaus im Jahr 1911, als sich unter der Leitung von Christian Schmitz das Doppelquartett "Heimatklänge" gründete. Schnell wurde daraus ein beachtlicher Männerchor mit rund 50 Sängern. "Im stillen Abendfrieden lag die lange Dorfstraße, als wir mit unseren halblangen Pfeifen zum Vereinslokal bummelten. Wenn dann unsere Lieder den stillen Abend belebten, bekam das Wort Heimatklänge seinen tieferen Sinn", steht in einer Chronik. Aber die Idylle wurde schnell von den zeitgeschichtlichen Wirren zerstört. Zwei Weltkriege erforderten Opfer, schmiedeten die große Sangesfamilie aber noch stärker zusammen. 1942 wurde der MGV in die "Kriegsgemeinschaft Heiligenhauser Chöre" integriert. Erst langsam stellte sich nach Kriegsende wieder ein geregeltes Vereinsleben ein. Getreu Friedrich Schillers Motto "Und immer wieder wächst neues Leben aus den Ruinen" konnten die Sänger 1950 ein umjubeltes Konzert organisieren.
Einer der treuesten Sänger ist Gerd Schlupkothen (2. von links), seit vier Jahrzehnten im Vorstand der Heimatklänge.

Über 50 Jahre, von 1937 bis 1988, leitete der Kantor und Pädagoge Hans Herrmann den MGV, fand dann in dem jungen Kirchenmusiker Michael Smetten, 1999 vom Sängerbund zum "Chordirektor A.C.D." ernannt, einen würdigen Nachfolger. Diese beiden künstlerischen Leiter hatten hohe Ansprüche an das Niveau des Chors. "Wir legten von Anfang an Wert auf musikalische und inhaltliche Substanz", betont Musikenthusiast Gerd Schlupkothen, seit vier Jahrzehnten Vorstandsmitglied, davon 37 Jahre lang erster Vorsitzender. Namhafte Künstler begleiteten den Weg bei vielen großen Konzerten im In- und Ausland.
Etwa der Weltstar Kenneth Spencer, die internationalen Klassetenöre Christo Bajew, Arturo Sergi, der Bassist Günter Wevel sowie die Sopranistinnen Ute Vinzing und Elisabeth Lackmann, die German Tenors und viele andere bedeutende Sänger und Ensembles. Das derzeitige Ziel des MGV: "Den hohen Anspruch und das kulturelle Erbe der Gründer erhalten und weitergeben".
Das Repertoire des aktuell aus 35 Sängern bestehenden Chores umfasst die gesamte Bandbreite einschlägiger Männerchorliteratur aus allen Zeitepochen in den Bereichen Kunst- und Volkslied, Folklore, Oper, Operette, Musical bis hin zum sakralen Chorgesang. Stets als Motto Richard Wagners berühmten Aphorismus im Sinn: "Das älteste, echteste und schönste Organ der Musik, das Organ, dem unsere Musik allein ihr Dasein verdankt, ist die menschliche Stimme".

Die aktuelle Heimatklänge-Besetzung bei einem ihrer Konzerte in der Aula des Kant-Gymnasiums. archivfotos (2) achim blazy

Von solch geballter Sangeslust können die Chöre unserer Tage nur noch träumen: Im Jahr 1928 war aus dem Doppelquartett längst ein stattlicher Chor geworden
| Info:
Für die von der christlichen Tradition geprägten Sänger, die sakrale Chorwerke von Mozart, Haydn, Bruckner, Eberlin, Vierne, Schubert und auch von modernen Komponisten in unendlich vielen Kirchen sangen, ist es ein Bedürfnis, mit einem Kirchenkonzert im März in St. Suitbertus das Jubiläumsjahr zu beginnen. Das Festkonzert folgt am 22. Oktober in der Aula des Immanuel-Kant-Gymnasiums. |
Berichte zum Konzert am 07.01.2011
Auf den Flügeln des Gesangs
Bericht aus der Rheinischen Post vom 10.01.2010 (Quelle: http://www.rp-online.de/duesseldorf/ratingen/nachrichten/ratingen/Auf-den-Fluegeln-des-Gesangs_aid_950692.html)
VON RUTH ORTLINGHAUS
Heiligenhaus (RP) 700 Besucher feierten mit stehenden Ovationen das Neujahrskonzert der Heiligenhauser Sparkassenstiftung. Ein furioser Abend mit namhaften Solisten und nicht minder souverän dem Männergesangverein Heimatklänge.
Die Muse des Gesangs betörte die Sinne und ein Rausch jazziger Klangwelten weckte die Emotionen in der Kant Aula. 700 Besucher feierten mit stehenden Ovationen das neunte Neujahrskonzert der Sparkassenstiftung. Das war ein Abend mit vielen glanzvollen Superlativen und unterschiedlichen Stilelementen. Neben dem Hauch von großstädtischem Musiktheater begeisterte ein Feuerwerk jazziger Rhythmen. Ein Stilbruch des schon Kultcharakter tragenden klassischen Angebotes? Nein, ein bravouröser Knalleffekt, der mit der weltweit bekannten "Queen of Boogie-Woogie" Anke Angel in genialer Musikalität, rasant expressiven Tempi und großem Stimmvolumen vom rauchigen Bass bis lupenreinen Koloratursopran feurige Akzente setzte.
Vom Moderator Karl Heinz Nacke als "Ouvertüre zum 100-jährigen Jubiläum" angekündigt, meisterte der als niveauvoll bekannte Männergesangverein Heimatklänge souverän, klangschön und kultiviert die schwierigen Chorparts aus Opern von Beethoven, Wagner und Lortzing. Mit den Sopranistinnen Agnieszka Tomaszewska und Marina Vyskvorkina, dem Tenor Yikun Chung und dem Bariton Thomas Laske präsentierte Nacke wieder junge Künstler, die bereits das internationale Parkett von Wien, Salzburg, Warschau bis zur Mailänder Scala und der Met eroberten. Mit ihren glanzvollen Stimmen schlüpften sie in die Charakterrollen von den Opern- und Operetten-Großmeistern wie Bizet, Donizetti, Mozart, Verdi und anderen. Betörten mal fulminant, mal gefühlvoll leise timbriert und immer mitreißend auf den Flügeln des Gesangs.
Die Sopranistinnen glänzten. Agnieszka Tomaszewska (Warschauer Oper) mit ihrer lyrisch timbrierten Stimme bezauberte durch Anmut, Leichtigkeit, ausgefeilte Technik und leuchtenden Koloraturglanz. Virtuos und elegant blühte jeder Ton auf. Ihre Kollegin Marina Vyskvorkina (Prager Oper) intonierte eine Spur dramatischer, entfaltete mit großem Atem und faszinierender Strahlkraft facettenreiche Melodien und atemberaubende glasklare Koloraturen, gestaltete Webbers Musical-Song "Think of me" zur Opernarie.
Ein heißes Wertpapier
Bericht aus der WAZ vom 10.01.2011 (Quelle: http://www.derwesten.de/staedte/heiligenhaus/Ein-heisses-Wertpapier-id4145329.html)
Heiligenhaus, 09.01.2011, Nicole Krzemien
Der MGV „Heimatklänge" beim Neujahrskonzert der Sparkassenstiftung. Foto: Fritz Baum

Heiligenhaus. Die Eintrittskarten zum Sparkassen-Neujahrskonzert haben sich zum heißesten Wertpapier in Heiligenhaus entwickelt: Kaum auf dem Markt schon ausverkauft. Die einmalige fantastische Ausschüttung 2011 der gespielten und gesungenen Noten und die lebenslangen Zinsen in Form der Erinnerung an das Konzert, geben den musikbegeisterten Aktionären Recht.
Als Sparkassenleiter Ulrich Hamacher das Neujahrskonzert in der Kant-Aula eröffnet, sorgt er gleich für einen ersten Höhepunkt: Hamacher überreicht Kämmerer Michael Beck einen Scheck über 3000 Euro ein Drittel davon spenden die Eheleute Thormälen. Das Geld soll je zur Hälfte dem Demenznetz und der Basisgruppe „Zwar“ zu Gute kommen. So viel zu den Banknoten.
Harrison beflügelt zu Spitzenleistungen
Musikalisch leitet erneut Karl-Heinz Nacke, der auch die Gesamtleitung hat, souverän durch das Programm. Er verteilt seine spitz-humorvollen Bemerkungen und erläutert gekonnt die Stücke sowie den Werdegang der Musiker.
Ein Wiedersehen gibt es mit Stephen Harrison, dem bescheidenen Herrn am Flügel, der ein Orchester ersetzt und die Sänger zu Spitzenleistungen beflügelt ganz besonders im ersten Teil. Der Direktor der Deutschen Oper am Rhein strahlt im Hintergrund.
Wieder dabei ist auch der Koreaner mit den charmantesten Allüren, Yikun Chung. Nacke: „So richtig böse kann man ihm nicht sein“, der 40-Jährige sei aber „trotzdem ein Lümmel“. Der Tenor wirft kurzerhand mehrfach sein Programm um, singt beispielsweise de Curtis anstelle von Donizetti. Kein Zuhörer darf diese Entscheidung bereuen, denn das stimmliche Kraftpaket glänzt bei dem zeitlich wie inhaltlich romantischem Stück „Wenn du so zärtlich bist“ in seiner Paraderolle.
Die beiden Sopranistinnen sind das erste Mal in der Kant-Aula. Marina Vyskvorkina und Agnieszka Tomaszewska, in verführerischer Abendrobe, bezaubern mit ihren Stimmen. Gewaltig, insbesondere im Duett mit dem Sunnyboy Chung, wirkt Femme fatal Vyskvorkina. Sogar ihr Kleid vibriert, wenn sie ihre Stimme hebt. Irgendwie bodenständig und zurückhaltend wirkt die hübsche Tomaszewska mit ihrer weicheren Stimme. Zu ihr passt somit auch der Bariton Thomas Laske, der mit ihr das Duett der Papagena und des Papageno aus der Zauberflöte singt. Sehr sympathisch mit wunderbarem Ausdruck und kräftig klaren Stimmen überzeugen die beiden.
Musikalischer Exkurs
Der zweite Höhepunkt ist Anke Angel. Das Programm macht an dieser Stelle einen musikalischen Exkurs in Boogie Woogie, Jazz und Swing und bietet zudem eine kabarettistische Einlage der niederländischen Juristin. Ihre Finger flitzen übers Klavier, ihre eigenen Stücke sowie Moderationen dominieren thematisch den Unterschied zwischen Frau und Mann, ihre Stimme zeigt Variablen von Luis Armstrong bis hin zur Gesangsschülerin der klassischen Musik (was sie auch war). Irritierend in dem sonst klassisch geprägten Programm, aber eine angenehme Abwechslung auf künstlerisch hohem Niveau.
Eine besondere Ehre gebührt dem MGV Heimatklänge 1911. Unter Leitung von Chordirektor Michael Smetten kann man sich den Chor durchaus in der Oper vorstellen. Ehrliche Stimmen inklusive der Soli , feinfühlig eingesetzt mit bisweilen lieblichen Arrangements in den Stücken machen den Chor glaubwürdig, sei es als Pilgerchor oder (noch besser) als Matrosenchor im Fliegenden Holländer. Ein besseres Entree zum 100-jährigen Bestehen hätten sich die Heiligenhauser Herren nicht wünschen können.
Nun, es gab noch einen weiteren Höhepunkt: die letzte Zugabe. Ein Quartett der Solisten, begleitet von Stephen Harrison eine brillante Präsentation von „Time to say goodbye“ mit einem Schuss Komik. Die Vier bezauberten das Publikum. Der einzige Unterschied zu den Auftritten in legendären Opernhäusern wie Met und Scala waren die menschlichen Seiten der Akteure auf der Bühne. Am Ende fehlte wirklich nur noch die Hymne auf Heiligenhaus.
Weitere Nachrichten aus Heiligenhaus (=http://www.waz.de/heiligenhaus)
Aktuelles - Berichte zum Konzert am 05.09.2009
Zauberhafte Klangwelten
Bericht aus der Rheinischen Post (Quelle: http://www.rp-online.de/public/article/ratingen/754335/Zauberhafte-Klangwelten.html)
VON RUTH ORTLINGHAUS
Heiligenhaus (RP) Der MGV Heimatklänge gab in der Kant-Aula ein Konzert auf gewohnt hohem Niveau. Mit dabei: Opernsänger Thomas Peter, Pianist Lothar Welzel und das Hornquartett der Folkwang-Musikhochschule Essen. Bravo und Respekt trotz des fortgeschrittenen Alters der Mitglieder des MGV Heimatklänge konzertieren sie immer noch wie gewohnt in Programmauswahl und Interpretation auf künstlerisch hohem Niveau. So auch am Samstag in der gut gefüllten Kant-Aula vor einem begeisterten Publikum. Es war eine erfreulich überzeugende musikalische Leistung.
Homogen ausgewogen wurde das Konzert bereichert durch den bekannten Opern- und Oratoriensänger Thomas Peter (Bass-Bariton), den Pianisten Lothar Welzel und das junge Hornquartett der Folkwang-Musikhochschule Essen unter der Leitung von Tobias Salinga.
Mit feinnerviger Musikalität führte Chordirektor Michael Smetten Sänger und Musiker souverän zu farbreichen virtuosen Werkinterpretationen mit hohem technischem Anspruch und pfiffig ausgeführten Raffinessen. In einem fünfteiligen Programm "Unvergänglicher Melodien" vom Kunstlied, Folklore über Evergreens aus aller Welt bis zu Chören und Arien aus Opern ertönte in zauberhaften Klangwelten und einem variationsreichen Spannungsbogen eine Hommage an die Natur und ihre Schönheiten.

Die Sänger beeindruckten in klarer Artikulation und dynamischer Transparenz mit dem jeweils textlich und musikalisch ausdrucksstark interpretierten Geist der Vertonungen, ob in romantischen Chören von Schubert oder folkloristisch angehauchten wie "Kein schöner Land" "Loreley", "Das Schwäbische Echo" (raffiniert intoniert in unterschiedlichen Standorten) und Lieder der Jagd und des Waldes im ersten Teil. Gleich zu Anfang brillierte Thomas Peter mit seinem herrlich timbrierten Bass-Bariton in Schuberts "Abendrot" und "Der Lindenbaum". Er glänzte später fulminant in "Old man River", dem Irischen "Es klingt ein Lied" der "Kosakenhochzeit" und in Opernarien im breiten Spektrum der Baritonhöhen bis in die Basstiefen sehr dynamisch und in warmer volltönender Melodik. Wie aus einem Atem begleitete Pianist Welzel in allen Soli und Chorsätzen.
Stilsicher und homogen intonierte das Hornquartett einen Jubiläumsmarsch, unterstützte in tadelloser Rhythmik die Chorsätze "Nachtgesang im Walde", "Die Sonn erwacht" "Der Jägers Abschied" und "Jägerchor" (Freischütz), bestach mit einem "Ungarischen- und Meisterschützenmarsch".
Die hohe Kunst des Chorgesanges setzte sich fort im zweiten Teil in weltweiten Evergreens und Opernchören. Michael Schlupkothen bot mit seinem lyrischen Tenor in "La Montanara" ein Highlight, solistischer Wohlklang auch von Willi Springenberg (Tenor) und Stefan Funkenberg (Bariton) in Beethovens Fidelio. Ein Konzert, das Maßstäbe setzte und lange nachhallen wird.
MGV Heimatklänge begeisterte das Publikum in der Kant-Aula mit „unvergänglichen Melodien”.
Bericht aus der WAZ vom 06.09.2009 (Quelle http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/heiligenhaus/2009/9/6/news-132143711/detail.html):
Von Petra Treiber
Wäre es nach dem Publikum gegangen, hätten die Sänger des MGV Heimatklänge erst am späten Abend die Bühne der Kant-Aula verlassen dürfen: Rhythmisch klatschend forderte es eine weitere Zugabe. Doch die Akteure, von denen etliche im gesetzten Alter sind, wollten verständlicherweise in den wohlverdienten Feierabend. Mehr als zwei Stunden hatten sie zuvor die Zuhörer mit „unvergänglichen Melodien” begeistert, gängige wie auch schwierige Chorliteratur zu Gehör gebracht.
Der Vorsitzende Gerd Schlupkothen hatte dabei in seiner Ansprache nicht zu viel versprochen: Getreu nach Shakespeares „Wie es euch gefällt” hielt das Programm für jeden etwas bereit vom deutschen Liedgut über Jagdgesang bis hin zu Musical- und Opernmelodien. Den Heiligenhauser Klangkörper ergänzten befreundete Sänger aus Ratingen und Velbert (Doppelquartett „Ars Cantica”), so dass 44 Stimmen in der Aula einen runden Hörgenuss vermittelten. Außerdem konnte der Chor Thomas Peter als Solisten für diesen Abend gewinnen. Eine hervorragende Wahl. Der sonore Bass-Bariton stellte eine wahrhafte Bereicherung dar.
Im Einzelvortrag zeigte der sympathische Sänger, der auf vielen internationalen Bühnen zuhause ist, dass er nicht nur sein Handwerk beherrscht, sondern auch das Publikum mitzunehmen versteht. Überdies ergänzte er sich hervorragend mit Lothar Welzel. Dessen einfallsreiches Pianospiel kam bei dieser Gelegenheit voll zur Geltung. Gegenseitig, so schien es, beflügelten sich die Heimatklänge-Sänger und der Solist sodann im gemeinsamen Vortrag. Beispielhaft seien das Volkslied „Kosakenhochzeit” sowie die „Kantatenprobe” aus der Oper „Zar und Zimmermann” genannt. Chordirektor Michael Smetten hatte es spürbar leicht, die Partien zu dirigieren, der Chor agierte unverkrampft, trotz vieler schwieriger Einsätze. Die Zuhörer honorierten es mit Bravo-Rufen und viel Applaus.
Der MGV Heimatklänge ist dafür bekannt, vor anspruchsvoller Literatur nicht zurückzuschrecken, traute sich mit dem „Chor der Gefangenen” aus „Fidelio” auch diesmal viel zu. Willi Springenberg und Stefan Funkenberg legten dabei gute Soli vor. Beim „Schwäbischen Echo” dann eine witzige Variante: Acht Sänger intonierten ihren Part von der Empore aus.
Eine ganz andere Klangfarbe brachte ein weiteres Ensemble ins Konzert: das Hornquartett der Folkwang-Hochschule bestehend aus drei Herren und einer Dame. Zu den Liedern der Jagd und des Waldes begleiteten die jungen Musiker den Chor mit frischen Tönen. Auch allein auf der Bühne wussten die Vier die Zuhörer zu begeistern. Einen extra Applaus gab es am Schluss für das Quartett zusätzlich zu dem schönen Blumenstrauß von Gerd Schlupkothen. Alles in allem: Für Jubiläumsjahr 2011 ist der Chor stimmlich bestens gerüstet. Man darf auf Weiteres gespannt sein.

Pause bis 2011
Mit diesem Auftritt verabschiedete sich der MGV Heimatklänge für ein gutes Jahr von der großen Konzertbühne. Die kommenden Monate möchten die Mitglieder nutzen, um sich intensiv auf das Jubiläumsjahr 2011 vorzubereiten: Der Chor feiert seinen 100. Geburtstag. Da da soll es dann richtig rund gehen. Auch ein großes Konzert ist geplant.
Weitere Nachrichten aus Heiligenhaus (=http://www.waz.de/heiligenhaus)